Die „Symphonia Nova“ bestach in der St.-Nikolaus-Kirche mit interessanten Stücken und historischem Klang: So stammt der Kontrabass aus dem Jahre 1780, die Bratsche von Blumenroth aus dem Jahre 1770.

Konzerte mit Niveau sind in der Kirche St. Nikolaus des Öfteren zu hören, am Sonntag spielte die „Symphonia Nova“ Werke des Barock in einer vielversprechenden Besetzung.

Um das Cembalo der Georgierin Nino Saakadze von der Musikhochschule Münster spielten die Violinisten Jana Frasch, Matthias Reuland, Anna Gwinner, an der Viola Inga Blumenroth, am Violoncello Benedikt Kleineidam, am Kontrabass Peter Andreas Langisch und schließlich an der Traversflöte Constanze Kästner. Sie alle haben ihr Fach studiert.

Diese Qualitäten bedurfte es auch für das gespielte Programm mit Bachs Violinkonzert E-Dur oder einem zu Recht gewählten Flötenkonzert Nr. 3 in C-Dur von Friedrich dem Großen. Die Stücke offenbarten dank des sorgfältigen Spiels der Acht die musikalischen Einfälle ihrer Komponisten in klaren Zügen. Im Flötenkonzert bewies die Traversflöte ihre Qualität – schön, wie nach dynamischem Streichereinsatz dann wieder die Flöte zum Höhenflug antrat.

Ein Trumpf des Konzerts war die Nähe des Klangs zur historischen Praxis. Wie viel Wert die Musiker darauf legen, zeigt die Herkunft einiger ihrer Instrumente. So stammt der Kontrabass aus dem Jahre 1780, die Bratsche von Blumenroth aus dem Jahre 1770. Ein wärmerer Ton als bei modernen Instrumenten ist das Resultat. Das fügte sich gut in die Akustik der Kirche St. Nikolaus – auch dafür gab es vom Publikum stehenden Applaus.

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